YEP - HAMBURG
VON PAUL GAZZOLA (AUSTRALIEN)
31. Juli 2009
Foyer Hamburg Sprechwerk, 21-23 Uhr
(ca. 120 Minuten)
YEP ist ein choreographisches Spiel für zwei oder mehrere Tänzer, das ein Repertoire von 120 Bewegungen und variablen Startpositionen zur Verfügung stellt. Zwei Stunden lang, versuchen die Tänzer ohne vorherige Absprache, Ausschnitte aus ihrem Bewegungsschatz zu zeigen. "Yep" wird als Startsignal gerufen - dann, wenn sie sich synchron bewegen. Bei Nicht-Übereinstimmung der Bewegung rufen sie "no" und "stopp". Eine Soundmaschine reagiert auf die Bewegungsfolgen.
Durch das System von Selbst- und Fremdbestimmung wird eine intime Installation/Performance über Täuschung, Regel und Perfektion kreiert, immer auch unter Einbeziehung der besonderen Dynamik des Raums.
Bei der Durchführung dieser Version werden für die Performance 4 Tänzer und Dj's vor Ort ausgewählt.
Paul Gazzola
wurde in Australien geboren und lebt seit 1994 in Berlin. Seine siebzehnjährige interdisziplinäre Erfahrung führte ihn durch die Sparten Kunst, Architektur, Performance, Theorie und Kuratierung. Er benutzt verschiedene Strategien, wenn er Performances, Choreographien und Multimedia-Installationen für die Bühne, Galerien und Site-Settings in Australien, Europa, Süd-Afrika und Japan produziert.
Ursprünglich als Tischler ausgebildet, absolvierte er ein Studium in Performance und Tanz (B.A.), arbeitete intensiv mit Feldenkreis-Techniken und begann 2004 mit dem Studium der Architektur.
Als Gipfel verschiedener Forschungen, offenbarte ihm die Baukunst die Verbindung und Intervention zwischen Körpern und Bauformen. Die Architektur sollte ihm als einzigartige Plattform von Kenntnissen in seinem Arbeitsleben dienen.
Neben eigenen künstlerischen Produktionen entwickelte Gazzola als Performer, Choreograph und Set-Designer verschiedene Projekte mit Künstlern und Kompanien wie João Fiadeiro/RE.AL, Angela Guerreiro, Xavier Le Roy, Tino Sehgal, Les Ballets C de la B und dem Lone Twin Theatre (UK). Pauls jüngste Arbeiten: STREET WALKS SERIES – eine aktuelle site-specific Videoprojekt; STREETS AS PICTURES/HALLE 2008 für das Festival Theater der Welt Festival in Halle und das fortlaufende Projekt THE PRODUCTION OF SUSPICIOUS BODIES, das analysiert, wie Überlebensherrschaften und Raum Gesellschaft und Körper kontrollieren.
www.paulgazzola.blogspot.com
Jessyka Watson-Galbraith
ist in Perth, Australien geboren und seit 2004 arbeitet sie in Europa und Australien. Ihre Celine Dion-Tanzstück “Let's Talk About Love” ist u.a. im Place Theatre in London gezeigt worden und nahm 2008 an dem Tanztage Festival in Postdam, Deutschland teil. Im moment beschäftigt sie mit der Untersuchung von Web-Identitäten für ihre Tanzproduktionen und kam zu einer Ansammlung von Videos für ihre Inszenierungen, die auf Pop, Tanz und Liebe basieren. Jüngste Arbeit: Super! Power! - The Rock Opera.
http://superpowerrockopera.blogspot.com
http://letstalkaboutlovepeople.blogspot.com/2006/11/jessyka-watson-galbraith.html
Künstlerische Leitung: Paul Gazzola
Choreographie: Jessyka Watson-Galbraith and Aimee Smith
Sound Konzept: Dave Miller
Performers: Hamburger Tänzer durch Audition ausgewählt
Eine gazebo64 production. Der kreative Prozess dieser Arbeit wurde gefördert von ArtsWA, The Australian Council, Artrage, den Sophiensälen und der Tanzwerkstatt – Berlin.
DanceKiosk Hamburg 2009 wird gefördert durch die Kulturbehörde der freien und Hansestadt Hamburg, die Hamburgische Kulturstiftung, das NATIONALE PERFORMANCE NETZ aus Mitteln des Tanzplans Deutschland der Kulturstiftung des Bundes und das Goethe Institut. Unterstützt von: Kampnagel Hamburg, Hamburger Sprechwerk und K3 – Zentrum für Choreographie, Hamburg.
